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Warum Aktionäre vor Börsencrashs keine Angst haben müssen

„Gehen Sie an die Börse, und stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich in einer Apotheke eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vier Jahren wachen Sie als reicher Mann auf.“

Mit diesem Zitat hat schon der bekannte ungarische Börsenexperte André Kostolany im 20. Jahrhundert auf die langfristige Überrendite von Aktien gegenüber anderen Wertpapieren aufmerksam gemacht. Die deutschen Anleger haben auch nach Jahren niedriger Zinsen eine starke Risikoaversion gegenüber Aktieninvestments. Auch bei langfristiger Ausrichtung des eigenen Portfolios wird immer noch ein großer Bogen um Aktien gemacht. Das erscheint unter der Betrachtung der Historie gerade nahezu grotesk. Denn Crashs liegen in der Natur von Konjunkturzyklen, die zusätzlich von Schocks sowie Geld- und Fiskalpolitik beeinflusst werden. Es gilt jedoch: Nach dem Crash ist vor der Hausse. Langfristig kommt es in Volkswirtschaften zu steigender wirtschaftlicher Nachfrage, höheren Löhnen und schwankenden Inflationsraten. Steigende Aktienkurse sind also bei einem langfristigen Anlagehorizont die logische Folge. Viel wichtiger als ein übereifriger Totalverkauf des eigenen Aktienportfolios in Krisenzeiten ist die psychologische Herangehensweise. Denn auch in schwierigen Zeiten die Nerven zu behalten zahlt sich aus. 

Der Fachverband Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kam in einer Studie zu dem Schluss, dass Anleger, die sich unmittelbar vor der großen Krise 2007 mit einem breiten Portfolio positioniert haben, heute wieder deutlich im Plus sind. Obwohl der MSCI World zwischen 2007 und 2009 um über 59 Prozent gefallen ist, stehen Anleger mit einem breiten Portfolio heute mit einem Gewinn von über 50 Prozent besser da, als direkt vor dem Ausbruch der Krise und dem Absturz des MSCI. Der WKÖ hat zu seiner Studie 303 Weltaktienfonds betrachtet, von denen heute 292 wieder deutlich im Plus sind. Wer zum Beispiel Ende Juni 2007 den Betrag von 10.000 Euro in einen Weltaktienfonds investierte, habe den Einsatz bis heute auf durchschnittlich 15.110 Euro vor Steuern vermehrt, so die Autoren der Studie. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von 4,2 Prozent und liegt somit deutlich über den Zinsen eines Sparbuches.

Das Market-Timing, also die Möglichkeit den falschen Einstiegszeitpunkt zu erwischen, spielt also eine eher untergeordnete Rolle. Hier ergibt sich die Möglichkeit von Fondssparplänen. Wer regelmäßig anlegt, anstatt den passenden Aktienfonds zum optimalen Zeitpunkt zu suchen, ist in der Regel sogar deutlich erfolgreicher: Laut Zahlen des deutschen Fondsverbandes BVI lagen die durchschnittlichen Renditen von Sparplänen zwischen 2007 und 2017 über den Erträgen von Einmalinvestments, weil auch in schlechteren Zeiten regelmäßig investiert wird und höhere Gewinne mitgenommen werden. So hat ein Anleger, der im Frühjahr 2007 begann regelmäßig Anteile von Weltaktienfonds zu kaufen, nach zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 7,7 Prozent pro Jahr erzielt.

Um den Kreis zu schließen, ein weiteres Zitat Kostolanys: „Die Deutschen sind der Tücke des Geldes nicht gewachsen. Das Volk der Romantiker, Philosophen und Musiker ist in Geldangelegenheiten unromantisch und verliert jeden Hang zur Philosophie und besonders zur Phantasie.“

Wenden Sie sich an den Berater Ihres Vertrauens, um aus der Unsicherheit gegenüber der Börse ein Verständnis für Aktien und deren langfristige Renditemöglichkeiten zu entwickeln. Ihr Berater wird Ihnen die langfristigen Ertragschancen sowie Risiken aufzeigen und Sie in Ihren Entscheidungen unterstützen. Bleiben Sie dabei und partizipieren Sie so an langfristig positiven Wertentwicklungen.

 

Quelle: Netfonds AG / Netfonds - News + Top Thema

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